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Brüsseler Blamage für Polen

Brüsseler Blamage für Polen
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Von der Posse zwischen Premier und Präsident ist die polnische Presse peinlich berührt. Nachdem gestern Ministerpräsident Donald Tusk vorgefahren war, wollte ein Weiterer Polen repräsentieren: Staatspräsident Lech Kaczynski.

Da Tusk ohne seinen Widersacher davongeflogen war, hatte dieser sich einen Jet gechartet. Heute die Fortsetzung: Weil Kaczynskis Berater keine Akkreditierung hatten, traf er sie einfach vor der Tür.

Zwar sind auch für Frankreich und Rumänien Staats- und Regierungschefs geladen. Doch der Euroskeptiker Kaczynksi war von Niemandem erwartet worden. Zum Glück fand sich ein Stuhl.

Die Kontroverse darüber, welches Bild Polens Delegation in Brüssel abgebe, helfe ihm wenig, so Tusk. Das finden auch die Polen, zwei von Dreien sagen, Tusk gehöre nach Brüssel. Die Presse gibt an der Blamage beiden die Schuld, der Machtkampf gefährde Polens Interessen. Nun soll das Verfassungsgericht entscheiden, wer künftig zu internationalen Treffen fliegen soll.