Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Schlagabtausch im Europäischen Parlament

 Schlagabtausch im Europäischen Parlament
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Gemischte Reaktionen in Straßburg. Nicolas Sarkozy hatte eine positive Bilanz der bisherigen französischen Ratspräsidentschaft gezogen. Dabei ging es um die beherrschenden Themen des EU-Gipfels in der vergangenen Woche: Finanzkrise, Klimaschutzpaket und Einwanderungspolitik.
Während ihm die Linke fehlende Kritikfähigkeit vorwarf, lobten Abgeordnete des Mitte-rechts-Lagers Sarkozys Engagement. Für den Chef der Liberalen im europäischen Parlament Graham Watson ist Sarkozy ein gutes Beispiel für einen Ratspräsidenten im vollen Einsatz. Im August habe Europa die Panzer aus Tiflis herausgehalten, danach seien die Banken gerettet worden. Wenn man nun im Dezember etwas für die Zukunft des Planeten tun könne, sei diese Ratspräsidentschaft ein voller Erfolg.

Von Erfolg ist für Daniel Cohn-Bendit von den Grünen noch keine Rede. Der EU-Reformvertrag von Lissabon sowie das Klimaschutzpaket könnten am engen Zeitplan scheitern. Sarkozy begehe den Fehler, alle Themen, die Einstimmigkeit erfordern, auf den EU-Gipfel im Dezember zu verschieben. So öffne er die Büchse der Pandora der Vetos.

Bei der geforderten Regulierung der Finanzmärkte warf Martin Schulz von den Sozialisten Sarkozy Scheinheiligkeit vor: Sarkozy rede “… wie ein aufrechter europäischer Sozialist. Schön!”