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Kleinaktionäre greifen Fortis-Rettungsplan an - Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe

 Kleinaktionäre greifen Fortis-Rettungsplan an - Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe
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Seine Rettung vor der Pleite könnte den belgisch-niederländischen Finanzkonzern Fortis teuer zu stehen kommen. Etwa 140 Aktionäre wollen vor einem Gericht in rüssel Schadensersatzforderungen geltend machen, die sich auf mehr als elf Milliarden Euro belaufen könnten.

Im Visier der Gesellschafter sind vor allem der Fortis-Vorstand sowie die Regierungen in Brüssel und Den Haag. Gemeinsam hätten sie Fortis verschleudert – zum Nachteil der Aktionäre.
Insgesamt wurde ein Börsenwert von elf Milliarden Euro vernichtet.

Dies sei ein Skandal, meint ein Betroffener. Die Behörden hätten bei diesem Betrug mitgemacht und über etwaiges Fehlverhalten des Fortis-Vorstands hinweg gesehen.

Fortis-Aktivitäten in den Niederlanden waren verstaatlicht, in Frankreich und Belgien an die BNP Paribas verkauft worden. Auch von der französischen Großbank wird Schadensersatz verlangt.

Deren Anwalt wies dies zurück, deutete aber Verständnis für die Kläger an. Es gehe jedoch nicht an, den gesamten Rettungsplan für Fortis in Zweifel zu ziehen. Dies könne in niemandes Interesse sein.

Die Aktionäre verlangen eine Aussetzung des Verkaufs der Bank, damit der finanzielle Zustand und der Wert von Fortis ermittelt werden könnten.
Fortis war eines der prominentesten Opfer der Finanzkrise in Europa.

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