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Noch Mord an Journalisten harte Maßnahmen gegen organisiertes Verbrechen

Noch Mord an Journalisten harte Maßnahmen gegen organisiertes Verbrechen
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Nach dem Mordanschlag auf den Zeitungsverleger Ivo Pukanic hat der kroatische Nationale Sicherheitsrat harte Maßnahmen im Kampf gegen die organisierte Kriminalität beschlossen. Anlass der Dringlichkeitssitzung war ein Bombenattentat, bei dem der bekannte Journalist und einer seiner Mitarbeiter am Donnerstagabend in der Hauptstadt Zagreb getötet wurden. Ministerpräsident Ivo Sanader betonte, es sei nicht nötig, den Ausnahmezustand zu verhängen. Aber man werde für eine außerordentliche Mobilisierung der Sicherheitskräfte sorgen. Pukanic wurden enge Verbindungen und persönliche Konflikte mit verschiedenen Mitgliedern der kroatischen Unterwelt, aber auch mit führenden Politikern des Landes nachgesagt. Über die Motive und möglichen Täter gab es trotz intensiver Ermittlungen noch keine Angaben. Die Redaktion des Wochenblatts “Nacional”, dessen Mitherausgeber Pukanic war, beschuldigte die Polizeivor, den Polizeischutz für ihn aufgehoben, obwohl schon im vergangenen April auf ihn ein Anschlag verübt wurde. Erst am 6. Oktober war in Kroatien die Tochter des landesweit bekannten Anwaltes Zvonimir Hodak erschossen worden. Bereits nach diesem Mord kündigten die Behörden einen schonungslosen Kampf gegen das organisierte Verbrechen an.