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Großkundkebung der italienischen Opposition in Rom

 Großkundkebung der italienischen Opposition in Rom
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Mit einer Großkundgebung in Rom hat die italienische Opposition zeigen wollen, dass mit ihr zu rechnen ist – sechs Monate nach dem Wahlsieg des Medienzaren Silvio Berlusconi. Hunderttausende folgten dem Aufruf der Demokratischen Partei von Oppositionsführer
Walter Veltroni. Zielscheibe der Kritik der Demonstranten war unter anderem die Bildungsministerin, auf einem Poster “Selige Ignoranz” genannt, stellvertretend für die heftig umstrittenen Schul- und Universitätsreformen.

Die Kundgebungsteilnehmer warfen der Regierung unter anderem vor, nichts zu unternehmen, um den Familien des Landes in schwieriger Zeit zu helfen. Um soziale Gerechtigkeit gehe es ihr, sagte eine Frau: Den Banken werde geholfen, aber die Bürger hätten unter den hohen Lebenshaltungskosten zu leiden.

Ob ein anderes Italien möglich sei, wie auf dem Plakat gefordert, fragte eine Journalistin, und eine Demonstrantin erklärte, das sei gewiss möglich, sie sei mit großen Hoffnungen zu dieser Kundgebung gekommen.

Die Demonstration richte sich nicht gegen den Menschen Berlusconi, sagte ein Teilnehmer, sondern gegen eine Partei, die die italienische Demokratie verteufele! Die Stimmung der Opposition wird getrübt vom Bruch der Allianz zwischen Veltronis Demokraten und der Partei “Italien der Werte” von Antonio di Pietro, der als Staatsanwalt im Kampf gegen Korruption bekannt wurde.

Der Regierungschef warf den Demonstranten vor, das ganze Land zu spalten, wo die Opposition doch in Zeiten der Krise mit der Regierung zusammenarbeiten sollte. Zum Glück habe es bei der Kundgebung nicht geregnet, feixte Berlusconi, das schlechte Wetter hätte man ihm auch zur Last gelegt.