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Treffen der G20 zur Vorbereitung des Weltfinanzgipfels

 Treffen der G20 zur Vorbereitung des Weltfinanzgipfels
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Brasilien verlangt mehr Einfluss der Schwellenländer auf internationale finanzpolitische Entscheidungen. Vertreter der “Gruppe der 20” – zu der die sieben führenden Industriestaaten und Russland sowie zwölf weitere Staaten gehören, trafen sich in der brasilianischen Metropole Sao Paolo, um den Weltfinanzgipfels am 15. November in Washington vorzubereiten. In seiner Eröffnungsrede sagte Brasiliens Präsident Ignacio Lula da Silva, eine globale Krise erfordere globale Lösungen. Es sei daher der richtige Zeitpunkt, Vorschläge für eine durchgreifende Reform der weltweiten Finanzstrukturen vorzulegen.

Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde, die die europäische Delegation anführt, erklärte, der gegenwärtige Schwung müsse ausgenützt werden, um langfristige Lösungen zu erreichen und damit für die Nachhaltigkeit des Systems zu sorgen. Während Demonstranten vor dem Konferenzzentrum gegen die globale Finanzpolitik protestierten, klagte bei dem Treffen auch Brasiliens Finanzminister über einen zu geringen Einfluss der Schwellenländer und forderte eine Änderung dieser Verhältnisse. Die Ergebnisse des Treffen sollen am Sonntag von den Vertretern Brasiliens, Großbritanniens und Südafrikas gemeinsam bekanntgegeben werden.