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Anhaltende Kämpfe und Fluchtbewegung in Ost-Kongo

 Anhaltende Kämpfe und Fluchtbewegung in Ost-Kongo
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Wegen der anhaltenden Kämpfe im Ost-Kongo sind tausende Menschen weiter auf der Flucht. Gefechte nördlich der Provinzhauptstadt Goma hatten am Freitag eine neue Fluchtwelle aus den Flüchtlingslagern der Unruheprovinz Nord-Kivu ausgelöst. Internationale Hilfsorganisationen bezeichnen die Versorgungslage der Flüchtlinge als dramatisch.

Die Vereinten Nationen wiesen Vorwürfe der kongolesischen Regierung zurück, die UN-Friedenstruppe tue nicht genug für den Schutz der Zivilbevölkerung. Ein hoher UN-Funktionär erklärte, die 17 000 Blauhelme im Kongo seien überfordert. Seit August kämpfen Truppen des Rebellen-Genererals Laurent Nkunda im Osten des afrikanischen Landes gegen Regierungstruppen und mit der Regierung verbündete Milizen.

Der Krisengipfel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi brachte wie erwartet keine politische Vereinbarung. Die Regierung des Kongo wirft dem Nachbarland Ruanda vor, die Rebellen zu unterstützen. Die Regierung in Kigali wiederum beschuldigt Kinshasa, ruandische Hutu-Rebellen im Grenzgebiet zu stärken. Der Konflikt geht zurück auf den Völkermord an den Tutsi in Ruanda Mitte der Neunziger Jahre.