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Palästinenser zum Arafat-Gedenken gespaltener denn je

Palästinenser zum Arafat-Gedenken gespaltener denn je
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In Ramallah im Westjordanland haben zehntausende Palästinenser ihres ersten Präsidenten Jassir Arafat gedacht. Der Fatah-Mitbegründer und langjährige PLO-Chef war vor vier Jahren in einem Pariser Krankenhaus gestorben.

Für seine Einsicht, zu verhandeln, erhielt Arafat 1994 den Friedensnobelpreis, gemeinsam mit den israelischen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin und Simon Peres. 14 Jahre später sind die Verhandlungen erneut gestockt. Die Palästinenser gespaltener denn je.

Arafats Nachfolger Mahmud Abbas griff die radikalislamische Hamas an, die den Kairo-Dialog mit der Fatah boykottiere. Sie habe auch alle Gedenkveranstaltungen im Gazastreifen untersagt. Warum ein solches Verbot?

Im vergangenen Jahr hatten Hamas-Polizisten nach einer Arafat-Gedenkfeier acht Demonstranten getötet.

Geplante Gespräche mit der Fatah hatte die Hamas kurzfristig abgesagt. Abbas schlug daraufhin sofortige Parlaments- und Präsidentenwahlen vor. Auf Abbas’ Rede reagierte Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum in Gaza-Stadt empfindlich.So könne es keinen Dialog geben.

In Hebron im Westjordanland überschattete Gewalt zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten das Gedenken. Im israelisch kontrollierten Teil Hebrons leben rund 650 jüdische Siedler unter 30.000 Palästinensern.