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90 Jahre Ende des ersten Weltkriegs: Zeremonien in Frankreich und Belgien

 90 Jahre Ende des ersten Weltkriegs: Zeremonien in Frankreich und Belgien
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Der 11.11. um 11 Uhr – für die meisten Europäer ist kein Karneval, sondern die Erinnerung an das Ende des ersten Weltkriegs – heute vor neunzig Jahren.

Seite an Seite zelebrierten der französische Präsident Nicolas Sarkozy, der britische Thronfolger Prinz Charles, Großherzog Henri von Luxemburg – aber auch der deutsche Bundesratspräsident Peter Müller das Kriegsende im bei Verdun – wo eine der größten Schlachten des Krieges fast 380-Tausend Menschen das Leben gekostet hatte.

Am frühen Morgen hatten am 11. November 1918 im Wald von Compiegne bei Paris die Vertreter des deutschen Reichs ihre Unterschrift unter das Waffenstillstandsabkommen gesetzt – das zuvor der französische Marschall Foch ausgehandelt hatte. Ab Punkt 11 Uhr schwiegen die Waffen.

Auch Belgien gedenkt seiner Gefallenen an einem Ort mörderischer Schlachten: Fast während der gesamten Dauer des ersten Weltkriegs war das flämische Städchen Ypern heftig umkämpft. Die deutschen Truppen setzten hier im April 1915 zum ersten Mal Chlorgas als Waffe ein. Giftgas – insbesondere Senfgas – wird im französischen Sprachraum daher auch “Yperit” genannt.