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Orthodoxe und Säkulare kämpfen ums Rathaus in Jerusalem

Orthodoxe und Säkulare kämpfen ums Rathaus in Jerusalem
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Zur Kommunalwahl in Israel gab der noch amtierende Regierungschef Ehud Olmert seine Stimme in Jerusalem ab. Doch einen eigene Kandidaten hat seine Kadima-Partei hier nicht aufgestellt – obwohl er selbst zehn Jahre lang die Geschicke der Stadt lenkte.

Im ganzen Land wählen die Israelis an diesem Dienstag ihre Bürgermeister. Alle Augen richten sich aber auf das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen in Jerusalem – denn hier tobt ein Glaubenkampf zwischen Ultra-Orthodoxen und ihren Gegnern. Der Rabbi Meir Porusch will die Oberhand der Religiösen über die Stadt sichern – die seine Partei erst vor 5 Jahren errungen hatte. Sein Rivale, der Hi-Tech-Unternehmer Nir Barkat erklärte dagegen, er möchte ein offeneres Klima, und mehr Unterstützung für die Wirtschaft.

Im besetzten Ostteil Jerusalems beteiligen sich nur wenige an der Wahl. Die meisten Palästinenser boykottieren den Urnengang, weil sie ist die Jerusalemer Stadtverwaltung als Besatzungsbehörde ansehen. Viele Wahlbüros blieben deshalb geschlossen.