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Mordanklage im Inzestfall

 Mordanklage im Inzestfall
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Im Inzest-Fall von Amstetten hat die Staatsanwaltschaft St. Pölten am Donnerstag Anklage erhoben. Sie wirft dem 73-jährigen Josef Fritzl Mord, Sklavenhandel, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwere Nötigung und Blutschande (§§ 75, 104, 201, 99, 105, 106, 211 StGB) vor. Fritzl hatte seine heute 42 Jahre alte Tochter Elisabeth 24 Jahre lang in einem von der Außenwelt vollständig isolierten Kellerverlies festgehalten und sie vermutlich tausende Male vergewaltigt. Sie gebar in dem Verlies sieben Kinder, von denen eines nicht überlebte.

Für den Fall einer Verurteilung beantragte die Staatsanwaltschaft die Einweisung Fritzl in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Ein Gutachten hat Fritzl für zurechnungsfähig erklärt, ihm gleichzeitig aber eine “seelisch-geistige Abartigkeit” bescheinigt.

Der Prozeß soll im kommenden März vor dem Landgericht St. Pölten stattfinden. Nur Anklageverlesung und Urteilsverkündung werden öffentlich sein.