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Japan seit sieben Jahren wieder in der Rezession

Japan seit sieben Jahren wieder in der Rezession
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Im Sog der weltweiten Finanzkrise ist Japan in eine Rezession gerutscht: Die Wirtschaft der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt schrumpfte von Juli bis September und war damit das zweite Quartal in Folge rückläufig. Analysten hatten im Schnitt ein Wachstum von 0,1 Prozent erwartet.

Die von der Regierung veröffentlichten Daten wiesen aufs Jahr hochgerechnet einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent aus. Im zweiten Quartal hatte es noch ein Minus von 3,7 Prozent gegeben. Vor der Presse in Tokio sagte Wirtschaftsminister Kaoru Yosano, er gehe von einer weiteren Abwärtsbewegung der Binnenkonjunktur aus. Grund sei die zunehmende Schwäche der globalen Wirtschaft. Die japanische Regierung definiert eine Rezession anhand einer Reihe von Konjunkturindikatoren, etwa Industrieproduktion und Beschäftigung – und nicht als zwei Quartale mit sinkender Wirtschaftsleistung in Folge, was viele Volkswirte als “technische Rezession” bezeichnen. Zuletzt hatte Japan vor sieben Jahren eine Rezession durchlaufen. Analysten begründeten die aktuelle Schwäche Japans mit der Abhängigkeit von Exporten. Allerdings habe das Land auch eine bedeutende Binnenwirtschaft, die nun über größeren Kosum angekurbelt werden müsse. Gegenüber der Immobilien- und Kreditkrise in den USA hatte sich Japan zunächst sehr widerstandsfähig gezeigt. Zusammen mit Europa geriet das Land aber in den Strudel der größten Finanzkrise seit Jahrzehnten.
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