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Experten sehen Wurzel der Piraterie in Somalia

Experten sehen Wurzel der Piraterie in Somalia
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Während am Horn von Afrika zahlreiche NATO-Kriegsschiffe versuchen, die somalischen Piraten in Schach zu halten, wird fieberhaft nach einer dauerhaften Lösung gesucht. Die NATO forderte bereits, dass die afrikanischen Staaten die Führung bei der Bekämpfung der Piraterie in ihren Gewässern übernehmen sollten. Experten glauben jedoch, dass die Wurzel des Problems in Somalia liegt, so Anette Weber von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. “Wenn Sie sich vorstellen, dass es in diesem Land seit 1991 keine Möglichkeit gibt, legal Geld zu verdienen”, meint Weber, “weil Somalia kein Staat ist, weil die Häfen und Flughäfen keine Steuern erheben können, muss man sich natürlich auch fragen, wie kann man oder wie muss man damit umgehen und da denke ich, ist es evident, dass es eben nicht ausreicht, eine Flotte aufs Meer zu schicken.”

In Kairo kamen die Vertreter von sechs arabischen Staaten zusammen, um über eine Strategie gegen die Piraterie zu beraten. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein gemeinsames Beobachtungszentrum und ein Warnsystem für Schiffe im Roten Meer. Unterdessen verhandeln die Piraten mit Saudi-Arabien über das Lösegeld für den gekaperten Tanker in Höhe von 20 Millionen Euro. Die Saudis hätten 10 Tage Zeit, hieß es, andernfalls werde man zu Maßnahmen greifen, die katastrophal sein könnten.