Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Straßenschlachten in türkischen Kurdengebieten

Straßenschlachten in türkischen Kurdengebieten
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Altbekannte Bilder aus dem Südosten der Türkei: Am Sonntag haben sich Tausende kurdische Demonstranten und die türkische Polizei in mehreren kurdischen Städten heftige Straßenschlachten geliefert. Anlass war der 10. Jahrestag der Festnahme des Kurdenführers Abdullah Öcalan. Öcalan, Chef der verbotenen Kurdenorganisation PKK, war 1999 in Nairobi entführt und danach in der Türkei zum Tod verurteilt worden; die Strafe wurde jedoch inzwischen in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Die Polizei ging mit Wasserwerfen, Tränengasgranaten und Knüppeln gegen die Sympathisanten der PKK vor. Mindestens  86 Demonstranten wurden festgenommen, mindestens 8 Demonstranten und 17 Polizisten verletzt. In Diyarbakir, der heimlichen Hauptstadt der türkischen Kurden, hatten sich mindestens 2.500 Demonstranten vor dem Sitz der Kurdenpartei DTP versammelt. Bürgermeister Osman Baydemir, der der DTP angehört, wurde von der Polizei daran gehindert, zur Menge zu sprechen. In Semdinli nahe der Grenze zum Irak errichtete die Polizei Straßensperren, um Demonstrationen zu verhindern.