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Raketenabwehr wird neu verhandelt

Raketenabwehr wird neu verhandelt
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In den Streit zwischen Russland und den USA um die geplante US- Raketenabwehr in Osteuropa kommt Bewegung. Zeitungsberichten zufolge hat Präsident Barack Obama der russischen Regierung in einem Brief angeboten, auf den Schutzschild zu verzichten, wenn Russland im Gegenzug helfe, den Bau iranischer Langstreckenraketen zu verhindern.

Am Rande eines Treffens mit Großbritanniens Regierungschef Gordon Brown sagte Obama, das Schutzschild werde dann nicht mehr benötigt. Er habe aber bereits in seinem Brief ausgeführt, dass die Raketen keinesfalls auf Russland ausgerichtet würden, sondern einzig und allein gegen Angriffe aus dem Iran seien, die auf die USA oder Europa zielten. Russland reagierte zunächst kühl. Regierungschef Dimitri Medwedew sagte, er wolle sich auf keinerlei Tauschgeschäfte einlassen. Wenn aber die US-Regierung gesunden Menschenverstand zeige, so Medwedew weiter, und einen neuen Vorschlag mache, der für Russland Europa und die USA akzeptabel sei, dann sei er zu Verhandlungen bereit. Russland hat verhältnismässig gute Beziehungen zum Iran. Die Atomkraftwerke des Landes wurden auch mit mit Hilfe russischer Technologie gebaut. So war bei der Einweihung eines neuen Reaktors im Iran vor knapp wei Wochen auch eine russische Delegation eingeladen.
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