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Demjanjuk bleibt zunächst in den USA

Demjanjuk bleibt zunächst in den USA
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Der mutmaßliche NS-Verbrecher John Demjanjuk wird vorerst nicht nach Deutschland ausgewiesen. Ein amerikanisches Gericht stoppte die Überstellung des 89jährigen ehemaligen KZ-Aufsehers wegen seines schlechten Gesundheitszustandes.

Das Amtsgericht München hatte kürzlich gegen ihn Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord an tausenden Juden erlassen. Schon in den achtziger Jahren war Demjanjuk in Israel wegen seiner Verbrechen als “Iwan der Schreckliche” zum Tode verurteilt, später wegen Mangels an ausreichenden Beweisen aber wieder freigesprochen worden. Sein Anwalt zeigte sich jetzt skeptisch, dass der Münchener Haftbefehl völlig zu kippen sei – er erwarte, dass sein Mandant demnächst ins Gefängnis oder in die Krankenabteilung einer Haftanstalt komme, bis der Prozess abgehalten werde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen Ukrainer vor, als Wachmann im polnischen Vernichtungslager Sobibor Beihilfe zum Mord an 29.000 Juden geleistet zu haben.
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