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Präsidenten-Stichwahl in Mazedonien

Präsidenten-Stichwahl in Mazedonien
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Seit diesem Morgen sind die Wähler an die Urnen gerufen. Das Staatsoberhaupt hat zwar überwiegend repräsentative Aufgaben, doch hängt von einem ruhigen, erfolgreichen Verlauf dieser zweiten Runde doch einiges für Mazedonien ab.

Der Favorit, der konservative Regierungskandidat Gjorgji Ivanov, hatte beim ersten Durchgang gut ein Drittel der Stimmen errungen, der sozialdemokratische Mitbewerber Ljubomir Frckoski lag bei zwanzig Prozent. Inhaltlich unterscheiden sich beide nur wenig. Entscheidend ist hingegen die Wahlbeteiligung – mindestens 40 Prozent aller Stimmberechtigten müssen teilnehmen, damit das Votum gültig ist. Und die Sorge ist groß, dass die Stichwahl am Desinteresse der Bürger scheitert. Dass nur zwei nicht-albanische Mazedonier zur Auswahl stehen und die albanische Minderheit, die gut ein Viertel der Wähler stellt, Boykotts angekündigt hat, könnte zum Stolperstein werden. Nach den gewaltsamen Zwischenfällen bei der Parlamentswahl im vergangenen Jahr blieb es diesmal zunächst ruhig. Vom positiven Ablauf der Wahl wird auch abhängen, wie gut Mazedoniens langfristige Chancen auf einen EU-Beitritt sich entwickeln…