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Zehntausende fordern Neuwahlen

Zehntausende fordern Neuwahlen
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Mehrere zehntausend Menschen haben bei einer Großdemonstration in Budapest die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen gefordert.

Organisiert wurde der Protest von zahlreichen Vereinen, die den oppositionellen rechts-konservativen Jungdemokraten nahestehen. Sie lehnen die geplante Regierungsumbildung ab. Zuvor hatten die Delegierten der Ungarischen Sozialistischen Partei dem bisherigen Wirtschaftsminister Gordon Bajnai den Weg zur Ministerpräsidentschaft geebnet. Auf ihrem Parteitag stimmten 93 Prozent dafür, dass Bajnai den bisherigen Regierungschef Ferenc Gyurcsany ersetzen soll. Dieser hatte Ende März überraschend das Handtuch geworfen. Bajnai soll nun bis zu den Parlamentswahlen im kommenden Jahr mit straffer Hand das gebeutelte Land aus der schlimmsten Wirtschaftskrise seit zwanzig Jahren führen. Auf die Bürger kommen schwere Zeiten zu. Geplant sind Sparmaßnahmen, die laut Bajnai “weh tun” werden. Aufgrund der Finanzkrise könnte die Wirtschaft in Ungarn in diesem Jahr um bis zu sechs Prozent schrumpfen.