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USA und Europäer uneins über türkischen EU-Beitritt

USA und Europäer uneins über türkischen EU-Beitritt
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Beim Thema EU-Mitgliedschaft der Türkei hatten sich zwischen den USA und den Europäern erneut unterschiedliche Ansichten offenbart. Wie schon sein Vorgänger George W. Bush versucht Barack Obama, die Mitgliedschaft Ankaras den 27 Unionsländern schmackhaft zu machen.

Er spielt dabei die strategische Karte der Türkei als militàrischer Pfeiler an einer Scharnierstelle zwischen Europa und dem Nahen Osten. Ein EU-Beitritt, so der US-Präsident, wäre ein wichtiges Signal dafür, die Türkei fest in Europa zu verankern. Bei den Europäern stiess Obama mit diesem Vorstoss auf wenig Resonanz. Zwar wurden seine Äusserungen von EU-Kommissionspräsident Barroso begrüsst. Die Mitgliedsländer indes wiederholten ihren bekannten ablehnenden Standpunkt, allen voran Frankreich. Er sei immer gegen einen türkischen EU-Beitritt gewesen und werde dies auch weiterhin sein, sagte Staatspräsident Nicoals Sarkozy. Die Türkei werde ein privilegierter Partner Europas bleiben, aber seine Haltung werde er deswegen nicht ändern. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte ebenfalls keine Neigung, in dieser Frage auf die Amerikaner zuzugehen, wenn auch ihr Nein etwas diplomatischer ausfiel. Offiziell wurden die erneuten Absagen aus Paris und Berlin in Ankara nicht kommentiert. Schliesslich hat sich die Gesamtlage für die Türkei nach dem Gipfelwochenende nicht geändert – sieht man einmal davon ab, dass einer der schärfsten Kritiker eines türkischen EU-Beitritts, der dänische Regierungschef Rasmussen, demnächst die Geschicke der NATO leiten wird.