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Ismail Kadare Prinz-von-Asturien-Preisträger für Literatur

Ismail Kadare Prinz-von-Asturien-Preisträger für Literatur
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Der albanische Schriftsteller Ismail Kadare bekommt in diesem Jahr den Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Geisteswissenschaften und Literatur. Das gab die Jury im nordspanischen Oviedo bekannt. Der Prinz-von-Asturien-Preis wird in acht Kategorien verliehen und ist mit 50 000 Euro dotiert.
 
Ismail Kadare - ist 73 Jahre alt, hat also als Kind erlebt, wie das kommunistische Nachkriegsregime errichtet wurde – während der Phase der Demokratisierung verbrachte er neun Jahre im politischen Asyl in Frankreich – heute pendelt er zwischen Albanien und Paris.
 
 Kadare begann als Lyriker – bekannt wurde er in den 60er Jahren durch den Roman „Der General der toten Armee”, der mit Kinolegenden wie Michel Piccoli und Marcello Mastroianni verfilmt wurde. Roter Faden seines Werkes: der Totalitarismus, wie er funktioniert und welche Komplzienschaften ihn erst möglich machen.
 
Kadare ist konfessionslos und ein überzeugter Albaner – vor sechs Jahren sorgte er mit einem Aufsatz über die kulturelle Identität der Albaner für erhebliche Diskussionen in dem Land mit seit den Zeiten osmanischer Herrschaft überwiegend islamischer Tradition. Seine (provokante) These: Albanien sei eine westliche Nation, (deren geistig-kulturelle Basis das Christentum sei).