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Britische Forscher züchten künstliches Sperma

Britische Forscher züchten künstliches Sperma
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Britische Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals menschliche Spermien künstlich gezüchtet. Als Ausgangsmaterial dienten dem Team von der Universität Newcastle menschliche Stammzellen von wenige Tage alten Embryos. Diese waren zur künstlichen Befruchtung erzeugt worden. Forschungsleiter Karim Nayernia hofft, bald unfruchtbaren Männern helfen zu können:

“Die künstlichen Samenzellen haben alle Charakteristika die typisch sind für Spermien: Die Bewegung zum Beispiel, die Schwanz-Struktur, den Kopf, die Chromosomen und die Proteine, die wichtig sind für die Entwicklung und das Funktionieren von Spermien.” Forschungsleiter Nayernia hatte zuvor in Deutschland gearbeitet. Wegen der strengen Stammzellen-Gesetzgebung ging er nach Newcastle. Andere Forscher hegen Zweifel und fordern weitere Tests. Verbraucherverbände sind alarmiert: “Unsere größte Sorge ist ethisch begründet”, sagt Josephine Quintavalle von Comment on Reproductive Ethics, “für uns ist das ein moralischer Wahnsinn. Diese Forscher zerstören gesunde, männliche Embryos um daraus Stammzellen zu gewinnen und Spermien zu erzeugen. Da gibt es große Fragezeichen: Was haben sie da eigentlich geschaffen? Und: Um was zu schaffen?” Zur künstlichen Befruchung darf das Kunstsperma nicht eingesetzt werden, das ist nach britischem Recht verboten. Bis es therapeutisch verwendet werden könnte, dürften, so die Forscher, noch fünf Jahre vergehen.