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Neue Debatte über europäischen Militäreinsatz

Neue Debatte über europäischen Militäreinsatz
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Drei Tage nach dem von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff im nordafghanischen Kundus beschäftigen sich drei Untersuchungskommissionen mit dem Einsatz. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wieviele Zivilisten getötet wurden. Nach Angaben des Distrikt-Gouverneurs sollen mindestens 135 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter auch Kinder.

Der Angriff hat auch eine neue Debatte über Europas Einsatz in Afghanistan entfacht. Frankreich, Großbritannien und Deutschland visieren noch in diesem Jahr eine internationale Konferenz an. “Die Konferenz sollte sich mit den Themen Sicherheit und der Verbesserung der Regierungsführung beschäftigen”, sagte Premierminister Gordon Brown. “Außerdem sollte sie den Richtlinien von Nato-Befehlshaber Stanley McChrystal folgen und der Arbeit, die in all unseren Ländern vor sich geht, um den besten Weg für Afghanistan einzuschlagen.” Ziel ist es, Afghanistan verstärkt auf einen Abzug der Internationalen Truppen vorzubereiten. Auch die EU will den Druck auf Afghanistans künftige Regierung erhöhen und Milliardenhilfen nicht mehr bedingungslos leisten. In Deutschland wurde der Angriff auf die zwei entführten Tanklaster inzwischen Wahlkampfthema. Merkel will morgen im Bundestag eine Regierungserklärung zur Lage in Afghanistan abgeben.