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Erste Wahlen seit Unabhängigkeit

Erste Wahlen seit Unabhängigkeit
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Die Lokalwahlen an diesem Sonntag sind der erste Urnengang seit der Unabhängigkeitserklärung von Serbien im Februar vergangenen Jahres. Rund anderthalb Millionen Einwohner sind aufgerufen, über ihre Bürgermeister und die Kommunalversammlungen zu entscheiden.

Die Kosovo-Serben wurden von Belgrad zum Boykott aufgerufen. Der italienische Botschafter in Pristina sagte, die Kommunalwahlen seien eine große Herausforderung für Kosovo, aber auch für die serbische Gemeinschaft. Im Süden des Landes gebe es Grund zu Optimismus. Ein hoher Prozentteil der Serben habe entschieden, ihre Stimme abzugeben. Mithilfe des Urnengangs könnten die Kosovo-Serben Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinden nehmen. Von den 74 für die Wahl gemeldeten Listen gehören mehr als 20 der serbischen Volkgruppe an. Der Staatssekretär im serbischen Ministerium für Kosovo erklärte, es gebe keinen klaren Hinweis darauf, wie viele Serben teilnehmen würden. Erfahrungsgemäß gingen ohne eine Aufforderung aus Belgrad Wenige zur Wahl. Es könne nicht genau vorhergesagt werden, aber wahrscheinlich würden nicht mehr als fünf Prozent der registrierten Serben teilnehmen. Die Abstimmung wird erstmals von den Behörden in Pristina organisiert. Bisher war dafür die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit OSZE zuständig. Die Sicherheitskräfte sind Alarmbereitschaft, so auch die rund 13.000 Kfor-Soldaten der NATO-Schutztruppe.