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Wirtschaft im Fokus

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Was haben die Wirtschaftskrise, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und die Beziehungen zwischen Europa und Kuba gemeinsam? Antwort: die spanische EU-Ratspräsidentschaft. Dieses Mal gibt es jedoch nicht nur eine Person, die den Vorsitz der 27 Mitgliedsstaaten übernimmt; vielmehr sind es deren zwei: zum einen Zapatero und zum anderen van Rompuy. Die beiden müssen sich gut verstehen, denn laut dem Ökonomen Santiago Niño Becerra steht in diesem Jahr ein Finanzcrash bevor. Hoffen wir, dass er sich irrt. In dieser Spezialausgabe zur spanischen Ratspräsidentschaft steht die europäische Wirtschaft im Mittelpunkt.

Die Schlangen vor den Arbeitsämtern sind lang, besonders in Spanien. Fast vier Millionen Menschen waren Ende vergangenen Jahres auf Jobsuche – ein historischer Negativrekord. In der Eurozone sieht die Lage insgesamt düster aus. Die Arbeitslosenquote ist die höchste seit Einführung des Euro, sie lag im vergangenen Herbst in Spanien bei 19,4 Prozent und in den 16 Ländern der Eurozone nach Angaben von Eurostat insgesamt bei 9,8 Prozent.

Die Wiederbelebung der Wirtschaft in den 27 EU-Mitgliedsstaaten steht auf der Prioritätenliste der spanischen Ratspräsidentschaft ganz oben. Es ist eine gemeinsame Sorge, die alle hohen Repräsentanten der EU teilen, so auch bei der Übergabe der turnusmäßigen Ratspräsidentschaft am 8. Januar in Madrid.

Europa ist wirtschaftlich geschwächt. Mit einem Wachstum von nur rund einem Prozent kann dass Sozialsystem in seiner derzeitigen Form nicht beibehalten werden. Ein schlechtes Zeichen: China hat Deutschland bereits als Exportweltmeister abgelöst.