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Europäisches Parlament will längeren Mutterschutz

Europäisches Parlament will längeren Mutterschutz
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Das europäische Parlament will die Rechte junger Eltern stärken. Der Ausschuss für Frauenrechte und Gleichstellung verabschiedete in Brüssel einen Entwurf für eine neue Mutterschutz-Richtlinie. Sie soll diesen auf mindestens 20 Wochen verlängern, sechs – statt bisher zwei – Wochen müssten Mütter sogar zu Hause bleiben. Und zwar bezahlt. Für die Berichterstatterin, die portugiesische Sozialistin Edite Estrela, ist der Text ein wichtiger Schritt, um das berufliche, das familiäre und das ganz persönliche Leben unter einen Hut zu bekommen.

Während die Grünen noch einmal für die Richtline warben, warnten Gegner – wie etwa die britische Konservative Marina Yannakoudakis – vor zusätzlichen Kosten: “Das ist der falsche Zeitpunkt, wir sind inmitten einer Krise und dieser Vorschlag wird Auswirkungen haben auf kleine Unternehmen. Diese brauchen Flexibilität, und diese wird ihnen genommen, stattdessen gibt es noch mehr Gesetze für Firmen, die schon so überlastet sind.”

Die Zeiträume für Mutterschutz, Vaterschaftsurlaub und Elternzeit variieren innerhalb Europas, ebenso die Vergütung. In vielen Ländern gelten bereits längere als die vorgeschlagenen Mindestzeiträume, in einige aber auch deutlich kürzere. Das Plenum des Europäischen Parlaments soll Ende März über die Richtlinie abstimmen. Dann muss eine gemeinsame Linien mit dem Europäischen Rat gefunden werden. Strittig könnte vor allem der Vaterschaftsurlaub werden, von dem noch nicht alle Männer in Europa profitieren können.

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