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Hinrichtung von "Hexer" verschoben

Hinrichtung von "Hexer" verschoben
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In Saudi-Arabien ist die Hinrichtung eines wegen Hexerei verurteilten Libanesen vorläufig aufgeschoben worden. Das teilte dessen Anwältin mit. Ali Hussein Sibat wirkte auf einem arabischen Satellitensender von seinem Wohnsitz Beirut aus als Wahrsager.

Bei einer Pilgerreise im Mai 2008 wurde er in Mekka festgenommen. Im vergangenen November wurde er zum Tode verurteilt, heute sollte er hingerichtet werden. Der 49-jährige Sibat hat fünf Kinder. Seine Mutter sagte, sie werde für diejenigen beten, die helfen würden, ihren Sohn nach Beirut zurückzubringen. Seit zwei Jahren leide sie nun schon.

Sibats Anwältin Maj al-Khansa bestonte, ihr Mandant sei ein guter Muslim. Wenn er einen Fehler gemacht habe, verdiene er nicht den Tod dafür. Er sei fünffacher Vater und habe eine Mutter und einen Vater, die ihn bräuchten, die in einer sehr schlechten Situation seien. Wenn Sibat sterben müsse, werde die soziale Struktur der Familie zerstört.

In Saudi-Arabien weren jährlich zahlreiche Menschen wegen Hexerei, Wahrsagerei oder Schwarzer Magie festgenommen. Allerdings ist der Vorwurf im islamischen Justizsystem des Landes nicht genau definiert.

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