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Irrtum: Bundeswehr erschießt afghanische Soldaten

Irrtum: Bundeswehr erschießt afghanische Soldaten
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Aus Versehen haben Bundeswehrsoldaten am Freitag mehrere afghanische Sicherheitskräfte erschossen. Nach NATO-Angaben eröffneten in der Nähe von Kundus die Deutschen das Feuer auf zwei zivile Kraftfahrzeuge, die sich auf sie zubewegten und eine Anweisung zum anhalten ignorierten. Die Bundeswehrsoldaten waren auf dem Weg zu der Stelle, an der wenige Stunden zuvor bei einem Feuergefcht mit Aufständischen dem drei deutsche Soldaten gefallen waren. Bei dem Zwischenfall wurden fünf Afghanen getötet.

Nach Angaben des afghanischen Provinzgouverneurs hat es sich um einen afghanischen Mitlitärkonvoi gehandelt, der von der Bundeswehr beschossen wurde, dabei seien sechs Soldaten getötet worden.

Bei seinem Überraschungsbesuch in Afghanistan verteidigte der deutsche Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel erneut den „vernetzten Ansatz“ von zivilem Aufbau und militärischer Absicherung. Seit dem von einem Bundeswehroberst angeordneten Luftangriff auf einen gestohlenen Tanklaster, bei dem zahlreiche afghanische Zivilisten getötet worden waren, ist der deutsche Einsatz in Afghanistan zunehmend unpopulärer geworden.

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