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Erneute Krawalle gegen Sparmaßnahmen

Erneute Krawalle gegen Sparmaßnahmen
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In Athen haben bis zu 5.000 Menschen vor dem griechischen Parlament gegen das, hinter den Mauern beschlossene Sparpaket protestiert. Dabei kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Polizei griff diesmal hart durch und trieb die randalierende Menge mit Schlagstöcken und Tränengas auseinander. Zuvor hatten zumeist autonome Jugendliche die Ordnungskräfte mit Brandsätzen angegriffen. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht. In der Nacht beruhigte sich die Lage in Athen wieder.

Unbeeindruckt von den Krawallen beschloss das Parlament mit großer Mehrheit die Sparmaßnahmen um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Damit wurde der Weg für internationale Hilfen frei gemacht. Diese sind schnellstens nötig, meint der politische Analyst Yannis Loulis.

“Die Zustimmung zu diesem Sparpaket bedeutet die Umsetzung der Absprachen, die mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfond getroffen worden sind”, so Loulis. “Hätte Griechenland diesen Vereinbarungen nicht zugestimmt, wäre eine Chance vertan worden. Das hätte sicherlich zu einer Verzögerungen der Hilfen geführt.”

Dem nationalen Finanzschock folgte der Demo-Schock am Mittwoch. Viele Athener trauern um die drei Menschen, die bei einem Brandanschlag auf eine Bank getötet worden waren. Es waren die ersten Toten am Rande von Demonstrationen seit rund 20 Jahren.