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Serbien signalisiert Entgegenkommen bei Kosovo

Serbien signalisiert Entgegenkommen bei Kosovo
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Unter europäischem Druck hat Serbien nun doch eingelenkt: Es will mit der EU über die ehemalige serbische Provinz Kosovo sprechen. Eine Regierungsdelegation soll offenbar in Kürze zu Gesprächen nach Brüssel reisen, kündigte Präsident Boris Tadic an. Das Kosovo hatte sich gegen den Willen Belgrads 2008 für unabhängig erklärt.

Im Juli erhielt es Rückendeckung vom Internationalen Gerichtshof, der die Unabhängigkeit vereinbar mit internationalem Recht nannte. Daraufhin richtete sich Belgrad an die UNO, es will sich mit der Abspaltung der mehrheitlich von Albanern bewohnten Ex-Provinz nicht abfinden und verlangt eine UN-Resolution. Die Begründung: Der territoriale Konflikt sei noch nicht gelöst.

Die Unabhängigkeit vom Februar 2008 wurde bisher von 69 Staaten anerkannt, darunter sind 22 EU-Mitglieder. Auch Serbien will der Union in Zukunft angehören. Doch darüber entscheidet nicht zuletzt Belgrads Entgegenkommen beim ewigen Streitthema Kosovo.

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