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Generalstreik legt weite Teile Portugals lahm

Generalstreik legt weite Teile Portugals lahm
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Fast alle Flüge wurden gestrichen, U-Bahnhöfe, Schulen, Behörden und Fabriken wie das große Volkswagenwerk im Süden blieben geschlossen: Laut Gewerkschaften haben 80 Prozent der Arbeitnehmer den Aufruf zum Generalstreik an diesem Mittwoch befolgt. Zum ersten Mal seit zweiundzwanzig Jahren hatten die beiden großen Gewerkschaften gemeinsam dazu aufgerufen – aus Protest gegen den Sparkurs der Regierung.

João Proença, einer der Gewerkschaftsführer ist zufrieden: “Unserer Einschätzung nach ist das der bedeutendste Streik in Portugals Geschichte, und der größte seit 1988. Und wenn man ihn mit den Streiks in einzelnen Branchen vergleicht, bleibt er derjenige mit der größten Beteiligung.”

Das Land sei weitgehend gelähmt worden, berichtete ein Fernsehsender. Arbeitsministerin Helena André schränkte dies ein: “Die Arbeitnehmer, die diesen Streik befolgten, haben ihr von der Verfassung garantiertes Recht ausgeübt. Das bedeutet aber nicht, dass Portugal gelähmt wurde, und wir können sagen, dass dieser Streik ruhig verlief.” Sie bekräftigte, dass die Regierung so oder so keinen Spielraum beim Sparen habe.

Am Freitag wird das Parlament über den Haushalt abstimmen. Auch wenn Ministerpräsident José Sokrates versichert, man werde keine Finanzhilfe brauchen, gilt Portugal ist einer der hoch verschuldeten Wackelkandidaten der Eurozone.