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Versuch der Regierungsbildung in Tunis

Versuch der Regierungsbildung in Tunis
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In Tunesien hat das Militär bei einer Demonstration im Zentrum der Hauptstadt Warnschüsse in die Luft abgefeuert. Während der vergangenen Nach war es in Tunis ruhig geblieben. Zuvor hatte sich das Militär gegenüber Mitgliedern der Präsidenten-Leibgarde durchgesetzt, die sich mit dem Abgang des bisherigen Amtsinhabers nicht abfinden wollten.

Heute soll in Tunis eine Übergangsregierung vorgestellt werden. Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi traf zu Beratungen mit Oppositions-politikern und Unabhängigen zusammen. Doch einige Kritiker des alten Regimes erklärten gestern, sie seien nicht zufrieden; Ghannouchi sei Teil des alten Systems.

“Wir brauchen eine Lösung der politischen Probleme,” sagte ein Mann in der Innenstadt von Tunis. “Das Land braucht einen Neubeginn – und eine Regierung, denn ein Land ohne Regierung ist kein Land.”

Zu den drängsten Problemen der Menschen gehört die Versorgung mit Lebensmitteln. In langen Schlangen stehen sie nach Brot an.

Derweil ist der politische Kampf um die Nachfolge des geflohenen Präsidenten im Gange. Bis Mitte März sollen Wahlen stattfinden; sie wären die ersten freien Wahlen in Land seit Jahrzehnten.
Präsident Ben Ali war am Freitag nach 23 Jahren an der Macht gestürzt worden. Auslöser waren Massenproteste gegen Korruption und Arbeitslosigkeit, die sich in der vergangenen Woche zum Volksaufstand ausweiteten.
 

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