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Palästinenser-Unterhändler: Enthüllungen ein "Bündel von Lügen"

Palästinenser-Unterhändler: Enthüllungen ein "Bündel von Lügen"
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Die Palästinenserbehörde hat nach den Enthüllungen über ihre weitreichenden Zugeständnisse an Israel dem arabischen Sender Al-Dschasira Manipulation vorgehalten. Die Enthüllungen, die bei Al-Dschasira und im britischen “Guardian” veröffentlicht wurden, seien ein “Bündel von Lügen”, erklärte Chefunterhändler Saeb Erekat.

Den Dokumenten zufolge machten die die palästinensischen Unterhändler umfangreichere Zugeständnisse als bisher bekannt. Sie boten unter anderem an, dass Israel nahezu alle jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem annektieren könne.

Den arabischen Nachbarn, die die Jerusalem-Frage nicht als palästinensische, sondern arabische sehen, stieß die Information übel auf. Bei vielen Palästinensern kam hingegen das lapidare Echo, dass ihnen das längst bekannt gewesen sei.

Stimmen aus Ost-Jerusalem und Ramallah:

“Ich war nicht überrascht, denn seit dem Abkommen von Oslo haben die Menschen bis heute nichts von diesen Verhandlungen gehabt, da sie ohne Ergebnis blieben. Mich hat das nicht schockiert.”

“Besser, man lebt unter Besatzung, als mit Unterschriften von Palästinenserführern, die unsere Viertel aufgeben.”

“Das sind alles Lügen und Propaganda, das wissen wir doch.”

“Die Medien haben das Recht, Informationen zu veröffentlichen. Dieses Recht muss garantiert sein. Entscheidend ist aber, auf die Information zu reagieren und dem palästinensischen Volk zu erklären, wie die Dinge wirklich liegen.”

In Ramallah im Westjordanland griffen Palästinenser das Büro von Al-Dschasira an und verbrannten israelische Fahnen. Trotz der Zugeständnisse der Palästinenser war es 2008 zu keiner Einigung gekommen, obwohl beide Seiten laut einem Berater des damaligen israelischen Regierungschefs kurz davor standen.

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