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Prozess gegen Chirac vertagt

Prozess gegen Chirac vertagt
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Der Veruntreuungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Jacques Chirac ist auf Juni vertagt worden. Ein Mitbeschuldigter hatte die Verfassungsmäßigkeit des Verfahrens wegen technischer Details angezweifelt. Darüber soll jetzt das Kassationsgericht entscheiden.

Der Anwalt des 78-jährigen Ex-Staatschefs betonte,

sein Mandant freue sich nicht darüber, auch wenn andere das behaupteten. Chirac sei vielmehr von der Notwendigkeit überzeugt, die Dinge selbst erklären zu können, das sei sein Wunsch.

Chirac muss sich für Veruntreuung öffentlicher Gelder und die Schaffung fiktiver Jobs in seiner Zeit als Bürgermeister von Paris in den neunziger Jahren verantworten.

Ein Anwalt einer der Nebenklägerinnen, einer Anti-Korruptionsgruppe, erklärt: “Mit den vielen Mandaten, die er damals innehatte, nutzte Jacques Chirac das Pariser Rathaus in Wirklichkeit als Karriere- und Beförderungshilfe, dank derer er für die Präsidentschaft kandidieren konnte.”

Die Stadt Paris hat nach einer außergerichtlichen Einigung über Entschädigung auf eine Klage verzichtet. Chirac drohen bis zu zehn Jahre Haft und 150.000 Euro Strafe.

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