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Bombennächte in Tripolis: Alltagserfahrungen des Bischofs

Bombennächte in Tripolis: Alltagserfahrungen des Bischofs
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Krieg sei keine Lösung für Libyen, kritisiert der katholische Bischof in Tripolis, Giovanni Martinelli. Er bemängelt, dass der Diplomatie keine Chance gegeben wurde, und ruft zu sofortigen Verhandlungen auf.

Sein Alltagserleben in Tripolis: “Die Bevölkerung ist durcheinander. Während der ganzen Zeit der Bombardierung sind die Leute wie verloren, sie gehen nicht ins Büro, nicht zur Arbeit, sie versuchen, wegzukommen. Wer kann, macht sich aus dem Staub. Wegen der Bomben können die Leute nachts nicht schlafen. Tagsüber sieht man nur wenige Menschen auf den Straßen.

Alles ist blockiert. Einkaufen kann man nur zu bestimmten Zeiten. Die Schulen machen mal auf, dann sind sie wieder geschlossen, und die Kinder haben Angst, zur Schule zu gehen.

Wir sehen absolut keinen Kurswechsel, und ich glaube auch nicht, dass das möglich wäre, denn Gaddafi ermutigt zum Widerstand. Widerstand scheint mir der Weg zu sein, denn der libysche Führer seit Beginn eingeschlagen hat. Er wird nicht nachgeben, und seine Getreuen können auch nicht nachgeben. Und deshalb sollten wir nicht denken, dass der Krieg eine Lösung bringt.”