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Libyen - NATO kann kommandieren

Libyen - NATO kann kommandieren
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Die Luftoperation über Libyen geht weiter – der Streit der Beteiligten um Kommandogewalt, Ziele und Grenzen scheint dagegen zu Ende zu sein. Nachdem sich die 28 NATO-Staaten lange Zeit nicht darüber einigen konnten, welche Rolle das Bündnis bei der Durchsetzung einer Flugverbotszone spielen soll, hat die Türkei nun ihren Widerstand gegen eine Führung des Einsatzes durch die NATO aufgegeben. Damit stellte sich das NATO-Mitglied hinter Briten, Amerikaner und Franzosen. Großbritannien und die USA befürworten eine zentrale Rolle der NATO.

Im Pentagon möchte man sich auf die Überwachung  der Flugverbotszone konzentrieren, verbunden mit Störung von Kommunikation und  Nachschub der Gaddafi-Armee. Frankreich möchte die Rolle der NATO auf technische Dienste begrenzen. Die Pariser Interpretation der Resolution 1973 findet keine ungeteilte Zustimmung. Für Außenminister Alain Juppé gehört neben dem Schutz der Zivilbevölkerung nämlich auch die Unterstützung der Opposition gegen Gaddafi dazu, die – so wörtlich: “für Demokratie und Freiheit kämpft, weshalb zu unseren Zielen auch Gaddafis Militärkräfte gehören.“ 

Laut dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu könnten die NATO nun das Kommando innerhalb der kommenden zwei Tage übernehmen.