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Jemens Präsident kündigt Neuwahlen an - Weitere Proteste

Jemens Präsident kündigt Neuwahlen an - Weitere Proteste
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Seit Wochen protestieren im Jemen die Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih, fordern dessen Rücktritt. Jetzt kündigte der Staatschef an, sein Amt unter bestimmten Umständen aufzugeben. Vor Tausenden von Anhängern bekräftigte er in der Hauptstadt Sanaa seine Bereitschaft zum Rücktritt, sofern “die Macht in sichere Hände übergeben wird.” Gleichzeitig stimmte Salih laut Medienberichten vorgezogenen Neuwahlen zu. Bis Ende des Jahres soll seinen Worten zufolge ein neuer Präsident gewählt werden, er selbst wolle nicht mehr kandidieren, so Salih. Unterdessen gehen die Proteste der Opposition weiter – mit klerikaler Unterstützung: Beim Freitagsgebet rief ein bedeutender Prediger die Regimegegner dazu auf, den im Land herrschenden Ausnahmezustand zu ignorieren. Ein Demonstrant sagte: “Wir wollen, dass der Präsident zurücktritt und seine Macht abgibt, um Blutvergießen zu vermeiden. Denn das Volk wird bis zum Fall des Regimes protestieren.” Salih ist seit über 32 Jahren an der Macht. Bei Massenprotesten waren vergangene Woche 53 Menschen von Salih-treuen Scharfschützen erschossen worden.

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