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Elfenbeinküste: Lage auch nach dem Bürgerkrieg angespannt

Elfenbeinküste: Lage auch nach dem Bürgerkrieg angespannt
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Ausgelassene Feiern in der Elfenbeinküste – vor allem in der Wirtschaftsmetropole Abidjan, wo der Bürgerkrieg sich in den letzten Wochen konzentriert hatte. Aber die Bilder täuschen: Nach dem Sturz von Laurent Gbagbo ist das Land gespalten. Immerhin hatte Gbagbo bei der Präsidentschaft-Stichwahl im November rund 46 Prozent der Stimmen erhalten. Nun ist es am neuen Staatschef Alassane Ouattara, die Bevölkerung zu einen und die Wirtschaft der Elfenbeinküste wieder voranzubringen. In einer Fernsehansprache kündigte Ouattara an, den monatelangen Konflikt juristisch aufzuarbeiten – und er richtete einen Appell an seine Gegner: “Ich appelliere an meine Landsleute, die möglicherweise auf Rache sinnen, von allen gewalttätigen Akten der Vergeltung abzusehen. Ich wiederhole, dass ich eine Kommission für Wahrheit und Versöhnung bilden möchte, die Licht in all die Massaker, Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen bringen soll.”

Tatsächlich ist die Situation nach wie vor angespannt. Denn während Ouattaras Anhänger triumphieren, sind Gbagbos Getreue frustriert – und schwer bewaffnet. Es wird also noch eine Weile dauern, bevor die Elfenbeinküste zu einem stabilen und dauerhaften Frieden findet.