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Gaddafi-Sohn ohne Gaddafi beerdigt

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Gaddafi-Sohn ohne Gaddafi beerdigt

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Minen in der Hafeneinfahrt, Panzerattacken auf die Vororte: Die Angriffe auf die belagerte libysche Stadt Misrata werden heftiger. Die Stadt ist nur noch über den Hafen erreichbar – eine von drei Seeminen, die Truppen von Machthaber Muammar Gaddafi am Freitag gelegt hatten, war am Montag noch nicht gefunden.

Misrata ist die westliche Hochburg der Rebellen und wird seit zwei Monaten von Soldaten Gaddafis belagert, hunderte Menschen wurden getötet. Im Hafen von Misrata werden neben Hilfsgütern auch Waffen und Munition für die Rebellen entladen. Auch in Zintan im Nordwesten nahm der Druck zu.

In Tripolis wurde der jüngste Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi beigesetzt. Der 29jährige Saif al-Arab war nach Angaben der libyschen Regierung am vergangenen Wochenende durch einen NATO-Luftangriff ums Leben gekommen. Muammar al-Gaddafi stand nicht am Grab seines Sohnes, Bruder Saif al-Islam vertrat die Familie.

Nach den Attacken aufgebrachter Gaddafi-Anhänger auf die Botschaften Italiens und Großbritanniens in Tripolis wurden nach Medienberichten auch UN-Gebäude angegriffen. Die Vereinten Nationen zogen ihre zwölf ausländischen Mitarbeiter aus Tripolis ab.