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Italien: Kommunalwahlen als Stimmungstest

Italien: Kommunalwahlen als Stimmungstest
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Mit einem Auftritt in Neapel hat Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Freitag den Wahlkampf für die Kommunalwahlen beendet. Und trotz der Affäre um das Callgirl Ruby zeigte sich der Regierungschef immer noch zu Scherzen aufgelegt: Er habe eigentlich eine hübsche junge Frau erwartet, um die Redner anzukündigen, sagte er.

Neapel ist für Berlusconi ein wichtiges Pflaster. In den Straßen türmt sich nach wie vor der Müll, die Regierung schickte Soldaten, um die Abfallberge abzutransportieren. Tatsächlich aber ist das Müllproblem noch lang nicht gelöst – obwohl Berlusconi genau das versprochen hatte. Viele Bewohner der Stadt sind verärgert. “Wir sollten alle aus Protest nicht zur Wahl gehen”, meint ein Passant. “Es ist einfach nicht akzeptabel, dass wir seit mehr als 20 Jahren dieses Müllproblem haben.”

Berlusconi hatte die Kommunalwahlen zum Test für sich und seine Regierung erklärt – und so wird auch in seiner Heimatstadt Mailand erbittert gekämpft. Berlusconi beschimpfte die Justiz, die PDL-Bürgermeisterin Letizia Moratti bezeichnete ihren linken Konkurrenten Giuliano Pisapia als verurteilten Autodieb, dieser reagierte mit einer Verleumdungsklage. Rund 12 Millionen Italiener sind am Sonntag und Montag zur Stimmabgabe aufgerufen.

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