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Hunderte Flüge fallen wegen isländischer Aschewolke aus

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Etwa fünfhundert Flüge könnten an diesem Tag in Europa wegen der Aschewolke ausfallen. Das teilt die europäische Aufsichtsbehörde Eurocontrol mit. Bis Mittag wurden nach ihren Angaben gut 250 Flüge annulliert, fast ausschließlich aus oder nach Schottland und Nordengland.

Andere Gegenden sind von der Aschewolke bisher kaum betroffen. Der Ausbruch sei zwar viel stärker als der im letzten Jahr, sagt der Euronews-Experte Giovanni Magi; aber die Asche sei viel schwerer. Deshalb falle sie eher zu Boden und treibe nicht so weit mit dem Wind.

Eurocontrol sieht die nächsten möglichen Probleme in Teilen von Dänemark und im Süden Skandinaviens. Auch an der deutschen Nordseeküste macht sich die Aschewolke aus dem isländischen Vulkan Grímsvötn gegen Abend langsam bemerkbar.

Großflächige Luftraumsperrungen wie nach dem Vulkanausbruch auf Island letztes Jahr gibt es bisher aber nicht. Das Vorgehen habe sich seitdem geändert, meint Magi; die Fluggesellschaften hätten mehr Einfluss. Sie würden jetzt entscheiden, ob geflogen wird oder nicht. Grundlage sei aber eine technische Studie, die von der jeweiligen Luftfahrtbehörde genehmigt werden müsse.

Seit Sonnabend tobt der Grímsvötn, der Vulkan unter Islands größtem Gletscher Vatnajökull – in seinem schwersten Ausbruch seit weit über hundert Jahren. Nach isländischen Angaben gibt er aber vorerst wohl etwas Ruhe: Die Rauchsäule ist demnach weitaus niedriger als noch gestern.