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Weiter erbitterte Kämpfe zwischen Armee und Gegnern in Jemen

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Weiter erbitterte Kämpfe zwischen Armee und Gegnern in Jemen

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In Jemens Hauptstadt Sana liefern sich die Armee des Staatspräsidenten und seine Gegner weiter schwere Kämpfe. Das Staatsfernsehen zeigt Bilder aus einem Ministerium: Soldaten sollen es den Angaben zufolge zurückerobert haben, nachdem es zunächst in den Händen der Gegenseite war.

Neben Sana ist vor allem die Stadt Tais umkämpft: Dort geht die Armee seit Tagen mit Gewalt gegen Demonstranten vor. In der Hauptstadt hat eine Waffenruhe am Wochenende nur kurz gehalten: Seitdem kämpft die Armee so erbittert wie zuvor gegen die Miliz eines wichtigen Stammesführers. Weit über hundert Menschen sind in diesen Kämpfen getötet worden.

Präsident Ali Abdullah Salih regiert das Land seit über dreißig Jahren. Weder die Proteste im Land noch diplomatische Bemühungen haben es bisher geschafft, ihn zum Rücktritt zu bewegen. Ein Abkommen zur Machtübergabe war schon ausgehandelt; Salih verweigerte aber mehrmals in letzter Minute die Unterschrift.

Die Sorge über die Lage in Jemen wächst auch in den USA: Fällt das Land in sich zusammen, drohen hier paradiesische Zustände für Terroristen. Präsident Barack Obama hat seinen wichtigsten Berater im Kampf gegen Terrorismus zu Gesprächen in die Region geschickt, nach Saudiarabien und in die Emirate.