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"Ich will die Anklage nicht hören", sagte Mladić

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"Ich will die Anklage nicht hören", sagte Mladić

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Der mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher Ratko Mladić hat nun vier Wochen Zeit, um seine Verteidigung vor dem UN-Tribunal in Den Haag vorzubereiten.

Mladić ist zum erstenmal vor seinen Richtern erschienen. Der Ex-General soll als sogenannter “Schlächter vom Balkan” im Bosnienkrieg 1992 bis 1995 “Völkermord sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit” angeordnet haben.

“Ich will nicht, dass man mir die Anklage vorliest”, so Mladić. Reglos hörte er sich an, was ihm vorgeworfen wird. Auf Zuschauer wirkte er gebrechlich, aber selbstbewußt. Hinterher sagte er: Es seien “monströse Worte” gefallen, von denen er noch nie gehört habe.

Mladić war 16 Jahre lang auf der Flucht, wurde in Serbien gefasst und von Belgrad ausgeliefert. Im Prozess geht es um die schwersten Kriegsverbrechen in Europa nach 1945.

Die Verhandlung wurde vertagt auf den 4. Juli, 10.00 Uhr.