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"Der Abzug der Amerikaner ändert unsere Sicherheitslage"

"Der Abzug der Amerikaner ändert unsere Sicherheitslage"
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Der US-Präsident hat sein Wort gegeben, heute sagt er, wie er es halten will: Im Juli soll der Abzug amerikanischer Soldaten aus Afghanistan beginnen, nach Informationen aus Kongress und Regierung mit rund 5000 Soldaten.

Bis Ende des Jahres sollen weitere 5000 folgen – das sei Kern der Pläne, die Barack Obama in einer Fernsehansprache vorstellen werde.

Bis 2014 sollen alle Truppen wieder zu Hause sein. In einer CBS-Umfrage sprachen sich kürzlich 51 Prozent gegen ein weiteres US-Engagement aus, 64 Prozent forderten einen Abzug.

Der Einsatz von rund 100 000 Mann kostet jedes Jahr rund 76 Milliarden Euro. Bei den Koalitionstruppen – also einschließlich der ISAF Soldaten aus 43 Nationen – kamen bisher mindestens 2500 Soldaten ums Leben.

Bei den Afghanen weckt der Abzug gemischte Gefühle.

Mirwais Khan aus Kabul:

“Ich bin froh. dass die Truppen abziehen. Aber gleichzeitig mache ich mir Sorgen, weil unsere Leute nicht den Mut haben, unser Land zu verteidigen, wenn die Ausländer weg sind.”

Der afghanische Ex-General Javeed Kohestani:

“Der Abzug von 10 000 bis 15 000 Amerikanern aus dem Süden ändert die Sicherheitslage, ganz klar. Die Truppen sind in der Nähe der pakistanischen Grenze stationiert. Wenn sie weg sind, kommen Aufständische leicht über die Grenze und sickern nach Afghanistan.”

In Afghanistan herrscht praktisch seit 33 Jahren Krieg. Der aktuelle Feldzug gegen al-Qaida begann vor knapp zehn Jahren nach den Anschlägen von “9/11” und sollte im Auftrag der UNO den Frieden erzwingen.

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