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KFOR schlichtet Grenzkonflikt Kosovo - Serbien

KFOR schlichtet Grenzkonflikt Kosovo - Serbien
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Der Konflikt an der Grenze zwischem dem Kosovo und Serbien ist offenbar geschlichtet. Am Dienstagnachmittag zog sich die kosovarische Sonderpolizei von dem in der Nacht besetzten Grenzübergang zu Serbien zurück. Die Polizeiaktion hatte die serbische Bevölkerung aufgebracht: “Unsere Forderungen sind klar. Die Serben sind hier auf die Barrikaden gegangen und werden nicht eher weichen, als ihre Forderungen erfüllt sind. Der Status quo ante muß an den Grenzübergängen wiederhergestellt werden”, verlangt der serbische Unterhändler Borko Stefanovic.

Kurz vor Mitternacht hatten schwer bewaffnete Sonderpolizisten den Grenzübergang Brnjak eingenommen. Aufgebrachte Serben verhinderten die Einnahme des Übergangs Jarinje und blockierten zwei Transitstraßen nach Serbien. Bei den Auseinandersetzungen wurden mehrere kosovarische Polizisten verletzt. Bislang wurden die Grenzübergänge von der EU-Rechtsschutzmission (EULEX) und serbischen Zöllnern und Polizisten kontrolliert. Mit der Übernahme der Grenzübergänge wollte die Regierung in Pristina ein Importverbot für serbische Waren durchsetzen. Es ist ein Vergeltungsmaßname für ein serbisches Importverbot für Waren aus dem Kosovo.

Die Europäische Kommission hatte die Nacht- und Nebelaktion scharf kritisiert. Einheiten der internationalen Schutztruppe KFOR mit ihrem Kommandanten, dem deutschen General Bühler, an der Spitze waren am Morgen an der grenze eingetroffen und hatten versucht den Konflikt zu schlichten.

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