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"Die Probleme verschwinden nicht über Nacht"

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"Die Probleme verschwinden nicht über Nacht"

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Die Briten haben zwar keine Euros. Sorgen damit haben sie trotzdem – die EU-Länder sind ihre wichtigsten Exportmärkte. Was noch schwerer wiegt: Der britische Finanzsektor – der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes – ist eng über Kredite mit den Krisenländern und deren Banken verstrickt.

Derek Halpenny, Bank of Tokyo – Mitsubishi UFJ:

“Das Wichtigste ist jetzt, dass die europäischen Regierungen schnell handeln und die Märkte beruhigen durch die Bereitschaft zu einer dramatischen Vergrösserung des Rettungsschirms. Sonst könnte die Lage bis Ende dieses Monats ziemlich ausser Kontrolle geraten.”

Auch die Londoner Börse sauste in dieser Woche um ein Zehntel nach unten.

Charlie Diebel, Lloyds Bank:

“Es ist ein sehr langfristiger Prozess. Wir sprechen über die Restrukturierung ganzer Volkswirtschaften, und das ist eine Aufgabe für mehrere Jahre. Und deshalb kriegen Sie die Risikozuschläge nicht plötzlich weg, die Probleme verschwinden auch nicht über Nacht. Das Beste, was die europäischen Politikern schaffen können, ist ein ausreichendes Rettungspaket, ausreichende Einigkeit, um die Märkte zu stabilisieren und diese Kettenreaktion zu stoppen.”

Das in etwa legte auch ein Teil des britischen Kabinetts nach einem eilig angesetzten Krisentreffen per Telekonferenz den Euroländern nahe.