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Pjönjang dementiert Beschuss der Seegrenze zu Südkorea

Pjönjang dementiert Beschuss der Seegrenze zu Südkorea
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Hat Nordkorea mit Granaten auf die Grenze zu Südkorea geschossen oder nicht? Diese Frage sorgt für Spannungen. Im staatlichen nordkoreanischen Fernsehen hieß es, man habe lediglich Sprengarbeiten für die Errichtung eines Gebäudekomplexes vorgenommen. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums hingegen sagte, man habe festgestellt, dass Nordkorea zwei Granaten auf die Seegrenze zwischen den Ländern abgefeuert habe. Diese Grenze ist umstritten: Südkorea legte eine “nördliche Seegrenze” zwischen mehreren Inseln fest. Die von Nordkorea anerkannte Grenze hingegen liegt weiter südlich.

Auch die Vereinten Nationen sind besorgt. Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte, er bedauere, dass es zwischen zwei Ländern noch immer derartige Spannungen geben könne. Der Vorfall zeige jedenfalls deutlich, dass die Lage auf der koreanischen Halbinsel sehr instabil sei.

Tatsächlich kriselt es immer wieder zwischen den Staaten. So etwa im vergangenen November, als Nordkorea als Antwort auf eine südkoreanische Militärübung eine Insel in der entmilitarisierten Zone beschoss. Vier Menschen kamen dabei ums Leben. Seoul macht Pjönjang auch für den Untergang eines südkoreanischen Schiffs im März 2010 verantwortlich.

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