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Berlusconi: Prostituierte, Partys und Prozesse

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Berlusconi: Prostituierte, Partys und Prozesse

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Begleitet von Protesten ist Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Mailand vor Gericht erschienen. In dem laufenden Verfahren muss er sich wegen angeblicher Bestechung seines früheren Anwalts David Mills verantworten. Ihm wird vorgeworfen, dem Briten etwa 440.000 Euro für Falschaussagen in Prozessen in den 90er Jahren gezahlt zu haben. Für Berlusconi verjährt der Fall im Februar.

Im Gegensatz zu früheren Prozessen fehlte vor dem Mailänder Gericht erstmals die Gruppe von Anhängern des Ministerpräsidenten. Obwohl Italien die Schulden und dem Regierungschef die Skandale über den Kopf wachsen, zeigte sich Berlusconi demonstrativ gut gelaunt – was ihm angesichts der Enthüllungen des vergangenen Wochenendes kaum jemand abnehmen sollte. In den italienischen Zeitungen ist die Rede von weiteren Prostituierten-Partys, auf denen Berlusoni sein Amt lediglich als Hobby bezeichnet haben soll.

Für weitere Negativschlagzeilen sorgt nach wie vor Rubygate: Hier wird dem Regierungschef das in Italien strafbare Delikt Sex mit einer minderjährigen Prostituierten vorgeworfen. Der Prozess wird am 3. Oktober fortgesetzt.