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Hinrichtung von Troy Davis: Die Zweifel bleiben

Hinrichtung von Troy Davis: Die Zweifel bleiben
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Nach 20 Jahren in der Todeszelle ist der wegen Polizistenmordes verurteilte Amerikaner Troy Davis im US-Bundesstaat Georgia mit der Giftspritze hingerichtet worden. Weltweit hatten Hunderttausende gegen die Exekution protestiert, darunter auch der Papst und mehrere Friedensnobelpreisträger. Viele Menschen sind von Davis’ Unschuld überzeugt.

Die Anwälte kämpften bis zuletzt, doch alle Gnadengesuche verpufften. Davis selbst betonte seine Unschuld noch auf der Hinrichtungsbahre. Ein Reporter, der bei der Exekution dabei war, erzählte, Davis habe zum Schluss der Familie des Opfers sein Bedauern ausgedrückt aber gleichzeitig bekräftigt, dass er ihnen nicht ihren Vater, Sohn und Bruder genommen habe. Die Familie solle weitersuchen, um die Wahrheit zu finden.

Auch seine Unterstützer hatte er aufgerufen, nach seinem Tod weiter daran zu arbeiten, seine Unschuld, aber auch die anderer Gefangener zu beweisen. Davis soll 1989 einen Polizisten umgebracht haben. Die meisten Zeugen haben seit dem Prozess 1991 ihre Aussage geändert oder zurückgezogen. Eine Tatwaffe gibt es ebenso wenig wie etwa DNA-Beweise.

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