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Viele Spekulationen um den Friedensnobelpreis

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Dieses Jahr sind 241 Kandidaten für den Friedensnobelpreis nominiert, so viele wie nie zuvor. Besonders große Chancen werden den Aktivisten des “Arabischen Frühlings” eingeräumt.

Die Bloggerin Lina Ben Mhenni, bekannt unter dem Namen “A Tunisian Girl”, gilt wegen ihrer mutigen Berichterstattung als eine der Schlüsselfiguren der tunesischen Revolution.

Auch die Ägypterin Esraa Abdel Fattah ist im Gespräch. Sie ist Mitbegründerin der Bewegung des 6. Aprils. Die Facebookgruppe unterstützte 2008 Arbeiter bei einem Streik, später gehörte sie zu den Initiatoren der Revolution in Ägypten. Eine Auszeichnung für Esraa Abdel Fattah könnte den Aktivisten in Syrien Mut machen.

Eine weitere Kandidatin für den Friedensnobelpreis ist die Präsidentin von Liberia, Ellen Johnson-Sirleaf.

Die 72-Jährige gilt als ein Symbol des neuen Afrikas. Ein privater norwegischer Fernsehsender, der schon in den vergangenen beiden Jahren richtig lag, tippt auf sie.

Die afghanische Ärztin Sima Samar setzt sich für Frauenrechte in ihrer Heimat ein und war schon mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert.

Doch die mit rund 1 Million Euro dotierte Auszeichnung könnte auch an die “Damen in Weiß” aus Kuba gehen. Die Dissidentinnen demonstrieren seit Jahren für die Freilassung ihrer inhaftierten Angehörigen.

Wer bei den Friedensnobelpreis-Wetten auf Nummer sicher gehen will, sollte Beobachtern zufolge auf eine Frau setzen.