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Ägypten: Trauer und Wut bei koptischen Christen

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Ägypten: Trauer und Wut bei koptischen Christen

Ägypten: Trauer und Wut bei koptischen Christen
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Tausende Menschen haben in der Markuskathedrale in Kairo an der Trauerfeier für die bei den Ausschreitungen vom Wochenende getöteten koptischen Christen teilgenommen. Die aufgebrachte Menge skandierte Parolen wie: “Das Blut der Märtyrer darf nicht umsonst vergossen werden.” Die Messe wurde vom Oberhaupt der koptischen Kirche, Patriarch Schenuda III., zelebriert.

Nun gerät die Übergangsregierung in Ägypten in die Kritik. Die koptischen Christen werfen ihr vor, religiöse Minderheiten nicht vor Übergriffen zu schützen, auch die EU und die USA äußerten sich besorgt. In der Nacht zum Montag war es bei einer zunächst friedlichen Demonstration einiger tausend Kopten vor dem Gebäude des ägyptischen Fernsehens zu Zusammenstößen mit Muslimen gekommen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit äußerster Härte; es kam zu Straßenkämpfen zwischen Christen, Soldaten und radikalen Muslimen. 26 Menschen wurden getötet, mehr als 200 erlitten Verletzungen.